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FÜHRERSCHEINKLASSEN

Welcher Führerschein passt zu dir?

Wir beraten dich auch mit Blick auf deine späteren Pläne. So triffst du am Anfang eine Entscheidung, die dir später alle wichtigen Möglichkeiten offenhält. Hier steht, was die einzelnen Klassen bedeuten und wie wir sie bei uns ausbilden.

Der gelbe und der rote Audi A3 der Fahrschule auf einer Waldstraße im Thüringer Wald
Links der gelbe A3 mit Automatik, rechts der rote mit Schaltgetriebe.
Reiner Langguth beim Theorieunterricht vor der Tafel mit Verkehrszeichen
Reiner im Theorieunterricht. Das Pult ist eine Trabant-Front.

THEORIE GEHÖRT ZU JEDER KLASSE

Theorie, die hängen bleibt.

Der Theorieunterricht läuft in Kursblöcken, nicht das ganze Jahr über. Während eines Kurses ist er montags und dienstags um 17 Uhr. Wann der nächste Block beginnt, steht auf der Startseite.

Reiner ist seit 1990 im Betrieb und verbindet die Regeln mit Beispielen aus der Praxis, statt sie vorzulesen.

Wie viele Theoriestunden du brauchst, hängt davon ab, ob es dein erster Führerschein ist oder du schon eine Klasse besitzt. Das klären wir bei der Anmeldung.

So läuft die Anmeldung

BPKW

Klasse B, der klassische Autoführerschein.

Damit fährst du Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse mit höchstens acht Sitzplätzen neben dem Fahrersitz. Anhänger bis 750 Kilogramm sind eingeschlossen. Mit der Ausbildung kannst du etwa ein halbes Jahr vor deinem 18. Geburtstag beginnen, den Führerschein bekommst du mit 18 in die Hand.

Du lernst bei uns auf dem roten Audi A3 mit Schaltgetriebe. Wer die Prüfung auf einem Schaltwagen besteht, darf hinterher jedes Auto fahren, egal ob Schaltung oder Automatik.

BF17BEGLEITETES FAHREN

Mit 17 fahren, in Begleitung.

Mit der Ausbildung kannst du etwa ein halbes Jahr vor deinem 17. Geburtstag beginnen, auch den Antrag stellst du frühestens sechs Monate vor diesem Geburtstag. Nach bestandener Prüfung fährst du bis zu deinem 18. Geburtstag in Begleitung. Mit dem 18. Geburtstag fällt die Begleitung weg. Deine Prüfbescheinigung gilt danach noch drei Monate, in dieser Zeit beantragst du bei der Führerscheinstelle deinen regulären Führerschein.

Wer darf dich begleiten?

  • Mindestens 30 Jahre alt
  • Seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen im Besitz der Klasse B
  • Höchstens ein Punkt in Flensburg zum Zeitpunkt der Antragstellung
  • Während der Fahrt höchstens 0,5 Promille

Du kannst beliebig viele Begleitpersonen eintragen lassen, mindestens eine muss bei der Antragstellung feststehen. Viele nennen Mutter und Vater, dazu vielleicht eine ältere Schwester oder einen Onkel. Das schafft Spielraum im Alltag.

Warum sich das lohnt

Das Jahr in Begleitung ist praktische Erfahrung ohne Druck. Du sammelst sie in genau der Zeit, in der andere gerade erst anfangen. Wer so startet, ist im ersten eigenen Jahr deutlich sicherer unterwegs.

B197SCHALTWAGEN UND AUTOMATIK

Auf Automatik prüfen, beides fahren dürfen.

Bei B197 legst du die praktische Prüfung auf einem Automatikfahrzeug ab und darfst hinterher trotzdem Schaltwagen fahren. Die Schlüsselzahl 197 in deinem Führerschein ist keine Einschränkung, sondern genau die Berechtigung für beides.

Vorgeschrieben sind mindestens zehn Fahrstunden zu 45 Minuten auf einem Schaltfahrzeug und eine Testfahrt von mindestens 15 Minuten, in der dein Fahrlehrer die Schaltkompetenz bescheinigt.

Zehn Schaltstunden sind das Gesetz. Nicht unser Maßstab.

Nach zehn Fahrstunden hat noch niemand das Schalten wirklich im Griff. Deshalb fährst du bei uns den größten Teil deiner Ausbildung auf dem roten A3 mit Schaltgetriebe und nicht nur die zehn Pflichtstunden.

Erst wenn die Testfahrt gefahren und dein Schaltnachweis erbracht ist, wechselst du für die Prüfungsvorbereitung auf den gelben Automatik-A3. Das Schalten musst du dann nicht mehr mitdenken und kannst dich ganz auf alles andere konzentrieren.

Die Fahrstunden machst du ohnehin. Bei uns machst du sie zum großen Teil auf dem Schaltwagen, damit du hinterher wirklich beides fahren kannst und nicht nur den Eintrag im Führerschein vorweist. Wie viele es am Ende werden, ist bei jedem verschieden. Das besprechen wir gemeinsam.

B78NUR AUTOMATIK

Wenn Schalten für dich kein Thema ist.

Bei B78 lernst du ausschließlich auf dem Automatikfahrzeug und legst die Prüfung dort ab. In deinem Führerschein steht dann die Schlüsselzahl 78, und die ist anders als bei B197 tatsächlich eine Beschränkung: Du darfst damit nur Automatikfahrzeuge fahren.

Das ist für viele der passende Weg zum Führerschein. Wer beruflich und privat ohnehin nur Automatik fährt, braucht die Schaltausbildung nicht.

Erst überlegen, dann entscheiden

Die Beschränkung lässt sich später aufheben, und zwar ohne neue Prüfung: Du fährst mindestens zehn Fahrstunden zu 45 Minuten auf einem Schaltwagen und absolvierst eine Testfahrt, danach wird die Schlüsselzahl 78 durch 197 ersetzt. Das kostet dann aber zusätzliche Fahrstunden. Wer nicht sicher ist, ob irgendwann ein Schaltwagen dazukommt, sei es der Firmenwagen oder das erste günstige Auto, fährt mit B197 meist besser. Sag uns, was du vorhast, dann sortieren wir das gemeinsam.

BMIT ANHÄNGER

Was du mit Klasse B schon ziehen darfst.

Der rote Audi A3 mit einem kleinen offenen Anhänger

Anhänger bis 750 kgImmer eingeschlossen

Der rote Audi A3 mit einem geschlossenen Kastenanhänger

Zusammen bis 3.500 kgImmer noch Klasse B

Anhänger bis 750 Kilogramm zulässige Gesamtmasse sind in Klasse B immer eingeschlossen. Darüber hinaus geht aber mehr, als die meisten denken: Du darfst auch einen schwereren Anhänger ziehen, solange Auto und Anhänger zusammen 3.500 Kilogramm zulässige Gesamtmasse nicht überschreiten.

Gerechnet wird mit den Werten aus den Fahrzeugpapieren, Feld F.2 (zulässige Gesamtmasse), nicht mit dem, was tatsächlich geladen ist. Ein leerer Anhänger mit 1.300 Kilogramm zählt mit 1.300 Kilogramm.

Erst rechnen, dann anmelden

Manche melden sich für B96 an und brauchen es gar nicht. Wiegt dein Auto 1.900 Kilogramm und dein Anhänger 1.300, bist du bei 3.200 und damit noch in Klasse B.

Eine zweite Grenze kommt vom Auto selbst: die Anhängelast in deinen Fahrzeugpapieren. Mehr als sie zulässt, darfst du auch dann nicht ziehen, wenn die Fahrerlaubnis es hergäbe. Bring die Papiere von Auto und Anhänger mit, dann rechnen wir das gemeinsam durch, bevor du Geld für eine Schulung ausgibst, die du nicht brauchst.

B96ANHÄNGER OHNE PRÜFUNG

Eine Schulung, keine eigene Klasse.

Der rote Audi A3 mit einem Wohnwagen

Zusammen bis 4.250 kgSchulung, keine Prüfung

B96 ist eine Erweiterung deiner Klasse B. Du legst dafür keine Prüfung ab, sondern nimmst an einer Schulung teil und bekommst eine Teilnahmebescheinigung. Damit darfst du Kombinationen aus Zugfahrzeug und Anhänger fahren, die zusammen über 3.500 und bis zu 4.250 Kilogramm zulässige Gesamtmasse haben.

Das ist der richtige Weg für den Wohnwagen in den Urlaub, den Pferdeanhänger oder den größeren Bauanhänger. Wenn du unsicher bist, ob dein Gespann noch unter B96 fällt oder schon BE braucht, rechnen wir das gemeinsam durch. Dafür reicht ein Blick in die Fahrzeugpapiere.

BEANHÄNGER MIT PRÜFUNG

Eine eigene Fahrerlaubnisklasse.

Der rote Audi A3 mit einem großen zweiachsigen Pferdeanhänger

Anhänger bis 3.500 kgEigene Klasse mit Prüfung

BE ist keine Erweiterung, sondern eine eigene Klasse mit praktischer Prüfung. Damit fährst du Anhänger über 750 und bis 3.500 Kilogramm zulässige Gesamtmasse hinter einem Fahrzeug der Klasse B. Zugfahrzeug und Anhänger dürfen dabei zusammen bis zu 7.000 Kilogramm zulässige Gesamtmasse haben, also 3.500 plus 3.500.

Der Unterschied zu B96 ist genau dieser: BE wird geprüft, B96 nur geschult. Dafür reicht BE deutlich weiter. Was für dich das Richtige ist, hängt davon ab, was du ziehen willst. Sag uns, was du vorhast, dann klären wir das in fünf Minuten.

LTRAKTOR

Der Führerschein für die Landwirtschaft.

Mit Klasse L fährst du Zugmaschinen, die bauartbedingt höchstens 40 Kilometer pro Stunde schaffen, mit Anhänger sind es 25. Dazu kommen selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler, für die höchstens 25 Kilometer pro Stunde gelten. Den Führerschein bekommst du mit 16, den Antrag stellst du frühestens sechs Monate vorher.

Für Klasse L brauchst du keine Fahrstunden. Es gibt keine praktische Prüfung, nur den Theorieunterricht und die Theorieprüfung. Das macht sie zum günstigsten und schnellsten Führerschein, den wir anbieten.

Gerade hier in der Gegend ist das für viele der erste Führerschein überhaupt, oft ein Jahr bevor es mit BF17 losgeht.

Was du für jede Klasse brauchst

Für welche Klasse du dich auch entscheidest, für den Antrag bei der Führerscheinstelle sind es in der Regel dieselben drei Dinge:

  • Sehtest beim Optiker oder Augenarzt, dauert wenige Minuten
  • Erste-Hilfe-Kurs mit neun Unterrichtseinheiten, bei jeder anerkannten Stelle
  • Biometrisches Passbild für den Führerschein

Erweiterst du eine Klasse, die du schon hast, etwa auf BE oder B96, entfällt der Erste-Hilfe-Nachweis, wenn du ihn schon erbracht hast.

Zur Anmeldung bei uns reicht zunächst dein Personalausweis. Alles Weitere besorgst du nach und nach, und wir sagen dir im Gespräch, was in deinem Fall wann dran ist. So läuft die Anmeldung ab.

DARAUF LÄUFT ALLES HINAUS

Am Ende hältst du ihn in der Hand.

Welche Klasse es für dich wird, klären wir vorher gemeinsam. Der Weg dahin ist bei jedem verschieden, das Ziel ist bei allen dasselbe.

Eine junge Fahrschülerin hält lachend ihren frisch bestandenen Führerschein neben dem gelben Audi A3 der Fahrschule in die Kamera

Noch unsicher, welche Klasse es sein soll?

Ruf einfach an. Wir fragen dich, was du vorhast, und sagen dir ehrlich, was du dafür brauchst. Das dauert selten länger als ein paar Minuten.

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